Der SVG im Überblick

SV Gölshausen 1947 e.V.

In dieser schwierigen Zeit, die Mannschaft war in der B-Klasse nur Mittelmaß und keiner wollte die Vereinsführung übernehmen, wurde der noch junge Erwin Merz im Oktober zum Vorstand gewählt. Er erklärte aber sogleich, daß er nur für ein Jahr die Vereinsführung übernehmen wolle. Viele ehemalige Spieler hatten sich in dieser Zeit vom Vereinsgeschehen zurückgezogen. Auch ein sogenannter Ausspracheabned für die älteren Mitglieder war ganz schlecht besucht. Der Spielausschuß hatte ständig Ärger mit der Mannschaft und so legte Albert Böhler vorzeitig sein Amt als Spielausschußvorsitzender nieder. Erich Blappert, der im Juni 1960 die Vereinsführung übernahm, wurde noch im gleichen Herbst mit dem Bebauungsplan "Kupferhelle" der Gemeinde Gölshausen konfrontiert. Vor dem Sportplatz, zum Ortskern gelegen, sollte eine Straße entstehen und seitlich, teilweise auf vereinseigenem Geläönde, sollten zwei Häuser gebaut werden.
In dem Bebauungsplan waren die 2 Häuser so eingzeichnet, daß Sie vom Sportgelände weit entfernt waren. So wurde der Plan befürwortet, weil der Verein sein Gelände außerhalb des Sportplatzes zu Baulandpreisen verkaufen konnte.
Bei der Generalversammlung im Mai 1961 wurde den Vereinsmitgliedern der Bau eines Vereinsheimes angekündigt. Im dezember wurde zwar von der Brauerei Höpfner ein Holzhaus gekauft; dieses wurde aber nie aufgestellt. Im Frühjahr 1962 wurden die Bauplätze vermessen und verteilt, so daß im Juli die Umlegungspläne von der Gemeinde ohne Einsprüche an das Landratsamt Karlsruhe weitergeleitet werden konnten. Erst im November 1962 regte sich der Widerstand des Sportvereins gegen die Baulandumlegung. Vorstand Blappert bemängelte in einem Schreiben an die Gemeinde, daß dem Verein längs des Platzes zuviel Gelände verloren ging. Hinzu kam dann noch der Ärger wegen des Standortes vom Ettlinger Haus. Letzen Endes einigte man sich aber mit der Gemeinde und hatte so ein kleines Anfangskapital für den Clubhausbau.
Im Oktober 1964 wurde die Baugenehmigung für das Clubhaus erteilt.Schon wenoige Tage später begannen die Arbeiten. Unter der Führung des neuen Vorsitzenden Konrad Sturm konnte innerhalb weniger Monate der ins Stocken geratene Bau bis zum Ende des Jahres vollendet werden, so daß am 18.12.1965 die feierliche Clubhauseinweihung stattfinden konnte.

Die erste Feuertaufe hatte das Clubhaus bei der Fastnachtsveranstaltung amm 22.Januar 1966 zu bestehen. Hierfür wurde eine Bar samt Barhocker in der Werkstatt von Konrad Sturm gezimmert und im Nbenzimmer aufgestellt. In den nächsten Jahren wurde die Bühne errichtet und die Bar mit einer feststehenden Holzwand vom übrigen Nebenzimmer abgetrennt. Im Sommer 1970 hatte der Verein seinen Schulden soweit abgetragen, daß die Sanitärräume und der Flur im Untergschoß gefliest werden konnten.

Das 25.- jährige Vereinsjubiläum im Jahre 1972 war Anlaß zu umfangreichen Arbeiten im Außenbereich. Der Vorplatz am Eingnag zum Clubhaus wurde mit Verbundsteinen versehen und mit einem Stahlrohrgestänge überdacht. Entlang der Straße zum Sportplatz wurden Stehplätze betoniert. Die Materialen für die Instandsetzung der Außenanlagen wurden von der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

In diesm Jubiläumsjahr präsentierte sich der Verein seinen Besuchern von der besten Seite. Man hatte zwar gerade das Entscheidungsspiel gegen Münzesheim um den Aufstieg in die A-Klasse verloren, der SV Gölshausen war aber aus einer langen sportlichen Durststrecke herausgetreten und hatte Hoffnungen für die Zukungt erweckt. Ehrenvorstand Heinrich Funk hielt beim Festbankett am 14. Juli 1972 die Festrede im Clubhaus. Vorstand Sturm konnte zahlreiche Gäste aus Nah und Fern begrüßen. Das darauffolgende zehntägige Jubiläumssportfest endete mit dem Damenfußballspiel FV Liedolsheim gegen VFB Bretten.

Der nächste sportliche Erfolg, der Aufstieg in die A-Klasse im Jahre 1976, fiel wiederum mit einer außergwöhnlichen Gemeinschaftsleistung der Vereinsmitglider zusammen. Spieler und Mitglieder renovierten das im Jahre 1965 erstellte Vereinsheim. Die Renovierung wurde notwendig, nachdem das Pachtverhältnis für den Wirtschaftsbetrieb mit den bisherigen Pächtern gelöst wurde. Gleichzeitig wurde der Wirtschaftsraum etwas umgestaltet, so daß jetzt insgesamt eine gemütlichere Atmosphäre in diesen Gastraum einkehrte. Besonders gut zur Geltung kamen die nun etwas dunkler gestalteten Sitzgruppen. Die Umkleide- und Duschräume wurden ebenfalls neu hergerichtet. Generalüberholt wurde auch die vollautomatische Kegelbahnanlage. Angebaut wurde eine Garage und ein Geräteraum, worin der Platzwart die für den Spielbetrieb notwendigen Utensilien unterbringen konnte.
Paralell hierzu wurde jedoch nicht nur die Insatndsetzung des Clubhauses, sondern auch eine Renovierung des Spielgeländes vorgenommen. Der Verein wollte auch von dieser Seite für die A-Klasse gerüstet sein. Die seitherigen Holztorgehäuse wurden entfernt und durch Aluminiumtore ersetzt. Der fehlende Rasen vor beiden Toren wurde insofern repariert, als hier Rasenteile eingestzt wurden. Hierfür wurden von der Baustelle an der B 294 Rotenbergerhof Rasenteile abgestochen und von Mitgliedern mit eigenen Fahrzeugen angefahren. Dieses Experiment gelang tatsächlich. Der Rasen wuchs an und es gelang fortan dem Verein, die Strafräume in einem ansehnlichen Grün zu gestalten. In Anbetracht der Tatsache, daß es in Gölshausen weder einen Trainingspaltz noch einen Bolzplatz gab und die Jugendlichen Tag für Tag auf diesm Platz herumkickten, war dies einen erstaunliche Leistung.

Um bei den Heimspielen Durchsagen machen zu können, bekam der Verein von der Stadt Bretten das Steuerungsgerät der ehemaligen Ortsrufanlage mitsamt einigen Lautsprechern kostenlos überlassen. In dieser Zeit erlebte der Sportplatz Im Weißhofergrund seinen sportlichen Höhepunkt mit dem Aufstieg 1977 in die Bezirkliga. Drei Jahre hielt sich die Mannschaft im vorderen Drittel der Tabelle und mußte 1980 den bitteren Weg in die A-Klasse antreten.
Unter dem Vorstand Reinhold Bickel mußten im Jahre 1981 die Fenster im Clubhaus ausgetauscht werden. Zur Finanzierung dieser Maßnahme wurde innerhalb der Mitglieder eine Spendenaktion gestartet, die den stolzen Erlös von 8000 DM erbrachte. Im nächsten Jahr wurden unter Federführung der Trimm-Trab-Bewegung die Toiletten saniert. Die Lauftreffleiter Helmut Friedl und Reinhold Leucht übernahmen nicht nur die Ausführung der Arbeiten, sondern finanzierten das ganze Material aus den Gewinnen dieser neu gegründeten Abteilung.
Die zweite Kegelbahnsanierung war im Jahre 1986 fällig. 13000 DM wurde in eine neue Steuerungsanlage und einen neuen Belag investiert.

Das 40.- jährige Jubiläum wurde erst im Jahre 1988 gefeiert. Da die Räumlichkeiten im Clubhaus zu klein waren, wurde am 05. August 1988 das Festbankett mit zahlreichen Ehrungen in der Gymnastikhalle durchgeführt.

Die letzte Mitgliederversammlung im alten Clubhaus Im Weißhofergrund fand am 24. Mai 1991 statt. Ein wesentlicher inhaltlicher Bestandteil war der Innenausbau des neuen Clubhauses Im Pfaffengrund. Unentschieden mit 2:2 endete das letzte Verbandsspiel gegen SV Gochsheim. Wolfgang Sturm schoß das letzte offizielle Tor Im Weißhofergurnd. Mit einem Umtrunk auf dem Sportplatz verabschiedete sich die Mannschaft vom Weißhofergund. Man war gerade noch dem Abstieg entronnen.
Noch vor dem Umzug im Sommer 1991 in den Pfaffengrund konnte das alte Clubhaus für 295000 DM an einen Privatmann verkauft werden. Die letzte Aktion des Sportvereins Im Weißhofergund war im September 1992 die Demontage der Flutlichtmasten. Diese wurden auf dem Trainingsplatz im Pfaffengrund wieder errichtet.
In den folgenden Jahren wurde der ehemalige Sportplatz als Erdlagerstätte für das Baugebiet Kupferhälde genutzt. Nach einem Beschluß des Ortschaftsrates Gölshausen soll dieser alte Sportplatz als künftiger Naherholungsbereich erhalten werden. Ein Bolzplatz, kombiniert mit einem Kinderspielplatz und einer kleinen Teichanlage waren hier vorgesehen.Außerdem soll der verdolte Bach wieder geöffnet werden.
Inzwischen hat sich die Stadt Bretten mit Kindergarten und Vorschule auf dem ehemaligen Sportgelände breit gemacht. Der ausgewiesene Bolzplatz wurde aber erhalten.

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